Ich starte am Sonntag, den 30.8. in Prali und habe fast zwei Wochen Zeit bis zur Rückfahrt am Freitag, 11.9. Ich hoffe, es bis ins Tal der Stura di Demonte zu schaffen und von dort auszusteigen. Aktuell ist mein Plan, nach dem Monviso-Gebiet auf die Westroute zu setzen. Sollte ich gut durchkommen, könnte ich im Idealfall noch über Fererre das Rif. Migliorero erreichen, und dann über Strepeis/Bagni di Vinadio aussteigen. (Oder eben die letzte Schleife weglassen oder anders gestalten, falls ich nicht jeden Tag eine Etappe schaffe.)
Ich bin mir aber noch unsicher, ob ich nicht doch die Ostroute bevorzugen sollte. Gibt es dazu Meinungen und Tipps von Leuten, die vielleicht sogar beide Seiten kennen? Ich könnte mir vorstellen, dass ich nach den hohen Wegen im Monviso-Gebiet auch erstmal niedrigere Höhenlagen schön finden könnte. Zum Beispiel bin ich letztes Jahr in Ceresole Reale gestartet, und fand den Weg von Susa über Salbertrand auch eine willkommene Abwechslung von den hohen Pässen der Woche davor.
Wenn ihr sagt, dass sich das lohnt könnte ich mir auch vorstellen, nächstes Jahr dann wieder im Maira-Tal anzufangen, und dann den jeweils anderen Ast als Einstieg zu laufen. Falls ihr noch andere Tips für diesen Abschnitt habt, bitte auch gerne her damit.
bin Ende Juni die Westroute von Crissolo nach Sambucco gewandert, uns hat es seeehr gefallen !
Von Crissolo über den Col del Viso zum Rifugio Alpetto (Alternative zum Quintino Sella). Von Pontechianale rüber ins Bellinotal, der Ausblick von der Punta Battagliola hinüber zum Monviso ist großartig ! Sehr gute Alternative zur Übernachtung im Rif. Meleze wäre die etwas davor gelegene Osteria L’iero di Eima in Celle .
Nächste Etappe , nach Chiappera, ist zwar lang aber sehr schön oben am Passo Bellino. Grossartige Ausblicke beim Abstieg Richtung Campo Base. Alternative Übernachtung auch in Saretto. Nächste Etappe , leicht nicht viele Höhenmeter, an den Maira Quellen vorbei über den Colle Chiarbonet, hinunter zum Rifugio di Viviere / Pratorotondo. (Rif. absolute Empfehlung !) Weiter über den Passo della Gardetta, ebenfalls kein riesiger Aufstieg, aber danach ein spektakulärer Blick auf die Hochebene Meja-Gardetta.
Rifugio Gardetta ist immer gut besucht. Richtung Westen gehts nach Pontbernado bzw. Ferrere. Weitere Übernachtungsmöglichkeit, 30 min weiter unterhalb des Rif. Gardetta beim Agriturismo La Meja !. Unsere Variante ging über den Colle Margherina und den Lago di Meja (keine großen Aufstiege) weiter durch ein Hochtal mit ersten Ausblicken zu den franz. Seealpen (Parco Mercantour) hinunter nach Sambucco.
Wir fanden dieser Abschnitt gehörte mit zu den schönsten der GTA… Es waren auch mehr Leute (Biker !) unterwegs als in den anderen Abschnitten. Die Ostroute kennen wir allerdings nicht.
In deinem Zeitrahmen sollte das von Prali aus in 10 bis 11 Tagen machbar sein.
Viel Spass dabei…
die Fratelli Vaganti
Danke für die interessante Beschreibung und die guten Tips, FratelliVaganti. Das klingt toll und macht schon richtig Vorfreude! Ich werde die von dir beschriebene Variante nach Sambuco auch ins Auge fassen. Wenn ich zurück bin werde ich berichten, wie es mir ergangen ist.
Ein paar Ergänzungen von meiner Seite.
Die zwei Lifte ab Prali fahren nicht zuverlässig. Vorher erkundigen. In Prali gibt es ein tollen Hotel. Das ist der Unterkunft in der Nähe des Liftes vorzuziehen. Oben angekommen ist es eine traumhafte Wanderung bis nach Villanova. Am nächsten Tag unbedingt Zeit für den botanischen Garten nehmen. Wenn besetzt erhaltet Ihr eine kostenlose Führung. Das Rifugio Quintino Sella meiden. Die Bergsteiger starten dort sehr sehr früh. Je nach Kondition kannst Du von Campo Base bis zum Rifugio Gardetta durchwandern. am nächsten Tag kommst Du dann nach Ferrere. Pontebernado links liegen zu lassen wäre aber wegen der Schlucht, die Du auf der alten Strassen durchlaufen kannst fatal.
Die Etappe Ferrere bis Rif. Migliorero halte ich nicht für einen Tag machbar. 3 Pässe, 20km knapp 1800 Höhenmeter. Wirt haben zusammen 14 Stunden gebraucht. (inkl. 1,5 Stunden Pause im Rifugio Zanotti, was überraschend offen hatte.
Ich kenne die andere Variante ebenfalls nicht, meine aber gelesen zu haben, dass es seid letzem Herbst dort eine Umleitung gibt. Ich würde die Varianten über Campo Base aber alleine durch den höchsten Punkt auf 2840m empfehlen. Das ist schon eine Hausnummer und tolle Bergwelt dort.
Rifugio Melze ist übrigens nicht zu empfehlen, ist glaube es ist auch zu dieses Jahr.
Aktuelle Bedingungen hier im Forum oder auf klingenfuss.de
Achtung: Nach dem ersten Septemberwochenende schliessen viele Rifugios. Unbedingt vorreservieren, spätestens 1-2 Wochen vorher. Ist uns selbst zweimal im herbst passiert. 1 mal mussten wir abbrechen. das andere mal hatte ein Rifugio nur noch auf, weil wir angemeldet waren.
Für den Einstieg komme ich am Samstag wohl nur bis Perosa Argentina, wo ich ein Zimmer gebucht habe. Letztes Jahr war ich zum Ausstieg im Agriturismo Edelweiss in Pomieri (etwas oberhalb der Seilbahn), wo es mir sehr gut gefallen hat. Schade, dass das dieses Jahr nicht passt. Ich will dann am Sonntag mit dem ersten Bus nach Prali hoch. Laut https://www.praliskiarea.com/ sollte die Seilbahn am letzten Sonntag im August noch den Ferienfahrplan mit Start um 8:30 haben. Mal gucken, ob die dann noch Lust haben… Ist zwar ein recht später Start, aber mit dem Zug aus Norddeutschland hat man es weit.
Melze wollte ich eh vermeiden und Pian del Ré ansteuern, dann bleibt auch mehr Zeit für den Weg zum Rifugio Alpetto. Ich komme zum Glück unter der Woche durch das Monviso-Gebiet, werde aber trotzdem versuchen, zeitig zu reservieren.
Die Etappe zum Rif. Migliorero sieht wirklich sehr anstrengend aus. Zum Glück kann man ja von den Hütten unterwegs auch gut ins Tal absteigen, so dass man da wohl gut variieren kann. Danke auch für den Hinweis auf die Öffnungszeiten der Rifugios, Zanotti gibt zum Beispiel nur bis 31.8. an. Ich bin bis jetzt davon ausgegangen, dass das meiste bis 13.9. (Ferienende) offen haben würde. Ich werde auf jeden Fall versuchen, vorher überall Kontakt aufzunehmen.
War Anfang Juli in Prali: der Lift fährt zuverlässig. Natürlich witterungsabhängig - bei Sturm und Gewitter steht er still. Ich denke, dass man bis zum Ende der Hauptsaison Ende August kein Problem haben sollte. Wenn du mit dem frühen Bus ankommst, kannst du in der zum Hotel gehörigen Bar ab 07:30h gut frühstücken und auch mit belegten Brötchen etc. eindecken. Der Supermarkt macht um 8 auf. Im Monvisogebiet gibt es meines Erachtens nur zwei empfehlenswerte Hütten: Giacoletti und Alpetto. Giacoletti ist Ausgangspunkt für Kletterer. Die starten nicht früh. Pian del Re und Quintino Sella würde ich beide meiden.
Viel Spaß.
Verspäteten Dank für die Antwort. Ich bin wegen der Busverbindung in Prali erst kurz vor 10 am Start.
Giacoletti ist mir wohl ein zu großer Umweg, den Rummel in Pian del Re muss ich dann wohl oder übel mitnehmen. Wenn du sagst, es gäbe im Monvisogebiet keine guten Alternativen, schließt das auch die Hütten auf der anderen Seite ein? Könnte mir auch vorstellen, via Rif. Battaglione/Ref. Mont-Viso/Rif. Vallanta zu gehen, andere waren damit offenbar auch zufrieden. Aber eigentlich scheint mir die „klassische“ GTA Route etwas attraktiver zu sein.
Edit: Habe mir das mit Giacoletti noch mal angesehen, wäre dein Vorschlag dann, von Barbara Lowrie über den Colle Armoire zu gehen, ein Pass westlich vom Colle della Gianna? Dann würde man natürlich ohne den Abstieg nach Pian del Re eine gut gangbare Etappe haben, das würde ich in der Tat ins Auge fassen.
Ich bin damals vom Rifugio Granero aus gestartet und fand die Tour zur Giacoletti wunderschön. Auch einsam. Kein Zuckerschlecken, aber im Rahmen. Das Refuge du Viso habe ich zweimal gemacht: Ist lange her. Die Hüttenwirtin hat Gott sei Dank zwischenzeitlich gewechselt. Refuge du Viso hat dadurch, dass die Hütte in unsere Richtung durch hohe Pässe / den Viso dominiert ist, den Nachteil, dass beide Male die Wege so lange überfroren waren, bis die Sonne den Talboden erwärmen konnte. Ein Start vor 09:30h machte daher keinen Sinn. Man sollte aus diesem Grund auch nicht zu spät ankommen. Aber toll, durch den Buco del Viso zu gehen (Stirnlampe). Und natürlich ist die Hütte französisch, nicht italienisch. Ein großer Unterschied. Meins ist es nicht. Von Lowrie aus, ist das Refuge du Viso an einem Tag nicht erreichbar.
Die Vallanta-Hütte habe ich nie gemacht. War mir zu groß. Insofern kann ich dazu nichts sagen.
PS:Rifugio Battaglipne = Rifugio Granero.
Der von dir genannte Colle
Ist korrekt, um zur Giacoletti zu kommen. Du musst dir halt die Krampen zutrauen, um hochzukommen. Wie gesagt: keine Hausnummer. Aber ich hatte als eine mit 161cm relative kleine Frau und damals 59 Jahre alt, keine überwältigenden Probleme. Zitat:
„SSentiero del Postino: An einer beschilderten Wegekreuzung beginnt der rot-weiß markierte, steile Steig (Schwierigkeit EE / KS1), der teilweise mit Ketten und Eisentritten gesichert ist.“ Das muss man können.
Am besten schaust du dir noch einmal die Bewertungen im Internet an. Giacoletti wird hervorragend bewertet, refuge du viso scheint noch immer so grottig zu sein wie früher.